Kategorie: Reisen

Individualdistanz

Als ich nach dem Aufstehen in den Spiegel schaue, habe ich eine diagonale Schlaf-Falte, mitten im Gesicht. Ich zwinge mich, nicht darüber nachzudenken, ob dies der Anfang vom Ende sein könnte, und stolpere mit dem ersten Kaffee schlaftrunken auf den Balkon. Etwa 24 Stunden und einige Erkenntnisse später als gestern Abend erlaube ich mir ab…




Ego-Experience

Nachdem ich meinen Koffer und die Kiste mit den Lebensmitteln abgestellt habe, überfällt mich schlagartig eine bleierne Müdigkeit, die mir in ihrer Intensität richtig unheimlich ist. So von jetzt auf gleich, so volles Rohr in Richtung einfach Umfallen und Einschlafen. Ich denke noch darüber nach, wie viel Angst mir das macht oder ob es nur…




Einerlei, zweierlei, Geierlay

Letztes Jahr habe ich noch gewitzelt, dass das Wetter kaputt ist und es nicht mehr schwül sein kann… Pustekuchen! Heute ist hier echtes Suppenküchen-Wetter. Jetzt, um 18 Uhr, sind es noch 27 Grad, und ich sitze auf unserem Balkon. Die feuchte Luft verschafft sich in Form von nebligem Dunst über den Weinbergen ein Gesicht. Hinter…




Abschalten, warum ist das so schwer?

Es ist Christi Himmelfahrt, und ich bin mit Lilly und dem Heavy in Senheim an der Mosel.  Hinter mir liegen 10 absolute Horror-Wochen. Am 16.03.2020 sind wir in den Shutdown gegangen, und seitdem fühle ich mich wie ein Tiger im Käfig. Das allerdings liegt nicht daran, dass ich fast nur zuhause bin. Auch wenn ich…


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Werner Beinhart

Ach, Zeeland. Was hab ich dich vermisst. Dich und deine niedlichen Klitzehäuschen, behangen mit viel zu viel und völlig übertriebener Weihnachtsbeleuchtung, in denen man vom Wohnzimmer bis ins Bad gucken kann. Deine salzige Luft, die Strände, Tankstellen ohne Kassenhaus, das platte Land und vor allem die menschenleere Weite. Heute hab ich noch ein paar Gründe…




Du und ich in Mützenich

In „Omas Stübchen“ in Mützenich ist es echt urig. Wer auf Fachwerkbalken und rustikale Antikmöbel steht, dem geht hier wahrlich das Herz auf. Der Specksteinofen ist der Oberkracher, genauso wie sein älterer Bruder, der alte Kachelofen in der Küche (mit stilechtem Wasserkessel, ich höre im Geiste meine Oma berichten, dass man auf diese Weise den…


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Nirgends is‘ besser als daheim // DANKE

Die Nacht auf der Autobahn war entspannt. Heavy und ich haben uns alle zwei Stunden mit Fahren, Schlafen und Musikauswahl abgewechselt, sodass keiner sich benachteiligt fühlen muss und auch die Müdigkeit gerecht und gleichmäßig verteilt ist. Pünktlich um halb acht passieren wir am Donnerstag das heimische Ortsschild von Wickrathberg. Die Bäckerin hat gleich Mitleid mit…



Auf Wiedersehen Bayern!

Um viertel vor elf weckt uns die Kuckucksuhr. Danach klopft es vorsichtig an unserer Türe – Christoph hatte Sorge, dass wir uns ohne ein Wort aus dem Staub gemacht haben könnten. Stattdessen haben wir in diesem großen Bett einfach nur sehr gut geschlafen… Als vorbildlicher Gastgeber versorgt er uns mit Brötchen und frisch gekochten Eiern,…



Ein festes Bett in München

Beim Frühstück besprechen wir heute zum ersten Mal, dass wir Beide uns mit dem Gedanken tragen, die letzte Station – Kahl am Main – zu canceln. Wir haben genug auf- und abgebaut, finden wir. Und ich persönlich bin nicht böse um ein paar Tage Ruhe zuhause, bevor am Montag der Alltag wieder losgeht. Nach dem…


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Vom Hornhauthobeln und der Geschichte der Irrenanstalt

Heute gibt es für den Heavy Spiegeleier mit Speck zum Frühstück. Diesen Joker packe ich aus taktischen Gründen erst in der zweiten Urlaubshälfte aus – so ist die Freude größer, und ich musste nicht an den heißen Tagen morgens den Wohnwagen noch zusätzlich mit der Pfanne aufheizen. Die Pfanne übrigens, von der Heavy nicht einmal…