Ein festes Bett in München

Beim Frühstück besprechen wir heute zum ersten Mal, dass wir Beide uns mit dem Gedanken tragen, die letzte Station – Kahl am Main – zu canceln. Wir haben genug auf- und abgebaut, finden wir. Und ich persönlich bin nicht böse um ein paar Tage Ruhe zuhause, bevor am Montag der Alltag wieder losgeht.

Nach dem Essen räumen wir den Wohnwagen auf und verstauen schonmal die wichtigsten Dinge für die Heimfahrt. Vor der Fahrt nach München versorgen wir alles so, dass wir bei unserer Rückkehr nach einer Übernachtung nur noch das Vorzelt abbauen müssen. Um kurz nach elf starten wir, sodass wir gegen halb eins in München sind – perfektes Timing, um Jana noch einmal in ihrer Mittagspause zu treffen. Im „Hotel Mariandl“ gönnt sie sich einen Cappucino und wir uns ein letztes zünftiges bayerisches Mahl: Es gibt Schweinsbraten mit Kruste und Klößen. Jana freut sich, dass wir es nach so kurzer Zeit tatsächlich schon wieder schaffen, uns zu treffen. Gegen drei verabschieden wir uns erneut voneinander, und Heavy und ich haben noch etwa zwei Stunden Zeit, bevor wir mit Christoph in seiner Wohnung verabredet sind.

Auf Sightseeing haben wir irgendwie Beide heute keine Lust. München ist proppevoll und laut, und in der kurzen Zeit würden wir ohnehin nicht viel schaffen. Also beherzigen wir Janas Rat und marschieren zur Theresienwiese, die nur ein paar Straßen vom Restaurant entfernt ist. Hier wird jetzt schon das Oktoberfest aufgebaut, einige Bier“zelte“ stehen schon – unglaublich groß, diese Dinger. Als das Gelände nach einem Klo absuchen, pfeift uns ein Security-Mann zurück. Er warnt uns, dass wir nicht versichert wären, wenn uns auf der Baustelle etwas passiere. Sehr freundlich.

„Die Wiesn“ in der Vorbereitung

Unsicher, was wir als nächstes tun können, und zu faul, einmal um „die Wiesn“ herum zu laufen, um uns die Bavaria-Statue auf der gegenüberliegenden Seite anzusehen, entscheiden wir uns, Klo und Faulsein bei einem weiteren Kaffee/Bier miteinander zu verbinden. Und zwar in dem Biergarten direkt um die Ecke.

Der Heavy ist auf’m Klo…

Nach einem entspannten Stündchen im Halbschatten ist es Zeit, zurück zum Auto zu laufen und die Edelweißstraße aufzusuchen. Christophs und Lenas Wohnung ist gemütlich, und der Ausblick von der „Terrasse“, wie Christoph scherzhaft ihren Balkon nennt, ist echt schön. Wir berichten von unserem Urlaub und tauschen die Erlebnisse der letzten Monate aus.

Käffchen auf der Terrasse

Uns fehlt es an nichts. Die Viethsche Lasagne mit Auberginen und Pilzen schmeckt super – auch wenn die Auberginen eigentlich Zucchini sein sollten und Christoph beim Kochen nicht alle Geheimtipps Lenas befolgt hat… Nach dem Essen genießen wir den Rest des lauen Sommerabends wieder auf dem Balkon, und Heavy darf sogar den nepalesischen Raksi testen. Das „echte Bett“, in dem wir heute nach 10 Nächten mal wieder schlafen dürfen, fühlt sich großartig an!

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